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Tagesmütter Kathrin & Carmen

Carmen
Ich habe eine bereits erwachsene Tochter und einen Sohn aus meiner langjährigen Beziehung mit meinem Lebensgefährten.

Während meiner Ausbildung zur Kinderpflegerin habe ich weitreichende Erfahrungen mit Kindern im Alter von 0-3 Jahren gesammelt. Ich finde es sehr spannend, neue kleine Menschen kennenzulernen und sie ein Stück auf ihrem Weg prägend zu begleiten. Sehr viel Wert lege ich darauf, jedes Kind individuell anzunehmen, es zu unterstützen und dabei die vielfältigen Möglichkeiten wie Musik, Basteln, Sport und Ausflüge in die Natur auszuschöpfen. Das gemeinsame Spielen Und Lernen in der Gruppe bildet die Basis, spielend unsere Welt zu entdecken.

Ich möchte die Kinder in ihrer Gesamtpersönlichkeit wahrnehmen und fördern, dennoch lege ich bei meiner Arbeit besonderen Wert auf die sprachliche, kreative und motorische Förderung der mir anvertrauten Kinder. Die Kinder sollen als Forscher und Entdecker ihre kindliche Neugier ausleben und somit aktiv ihre Welt gestalten und entdecken.

Mit behinderten Kindern kam ich während meiner Arbeit in einer integrativen Kita in Kontakt. Es war eine sehr reizvolle und erfüllende Aufgabe, diese besonderen Kinder zu begleiten und ihre speziellen Stärken zu fördern.

Im Vordergrund steht das Kind !

Kathrin
In meiner früheren Stelle als Köchin und Küchenleiterin in einem 4-Sterne-Hotel wollte ich nicht zurückkehren. Das hätte bedeutet Vollzeit arbeiten – jedes Wochenende, Feiertags und nachts. Mich so lange von meinem Kind zu trennen, hätte ich nicht übers Herz gebracht. Ich habe einen Teenager-Sohn und eine Tochter mit Down-Syndrom. Somit ist der liebevolle Umgang mit besonderen Kindern für mich Alltag.

Da ich im Schichtdienst gearbeitet habe, weiß ich, dass es für Eltern schwer ist, die Kinder unterzubringen, wenn die Schicht länger geht. In der Regel macht die KiTa gegen 17.00 Uhr zu und die Eltern wissen nicht, wohin sie die Kinder zur Betreuung geben können. Oft mal ist es auch so, dass die Verwandtschaft selbst im Berufsleben steht und nicht immer auf die Kinder aufpassen kann.

Ich bin gern mit Kindern zusammen. Also lag die Idee nahe, Tagesmutter zu werden.

Da ich selbst ein sehr naturverbundener Mensch bin, verbringen wir die meiste Zeit im Freien bei uns im Garten oder im nahegelegenen Wald, wo es auch einen See zum Baden gibt. Auch wenn die Sonne mal nicht scheint – ziehen wir die Gummistiefel an und gehen raus. Es ist doch immer wieder erstaunlich, was die Natur alles zum Spielen und Lernen liefert. In diesem Frühjahr haben wir einen Gemüsegarten angelegt. – So dass die Kinder wissen, wo Obst und Gemüse herkommen und wir aus einem Korn eine Sonnenblume wird. Zurzeit gehen wir jeden Morgen unsere selbst gepflanzten Erdbeeren ernten.

Hinter unserem Haus haben wir ein wunderschönes Spielparadies für die Kinder. Wir haben für unsere Kinder unseren eigenen Kindergarten angebaut, der nur für die Kindertagesflege genutzt wird. Im Garten  haben wir einen Sandkasten, eine Rutsche, 2 Schaukeln, freie Spielfläche und Rutscheautos für die Kleinen. Auch sind wir mit jeder Menge schönem und altersgerechtem Spielzeug ausgestattet.

Wir haben ein schönes Spielzimmer für Jungen und Mädchen und zwei Räume wo die Kinder schlafen oder ruhen können. Die Mahlzeiten finden bei uns in der Essküche statt, wie Zuhause. Ich koche jeden Tag alles frisch und achte sehr auf gesunde und ausgewogene Ernährung. Da sind auch Zwischenmahlzeiten mit Obst und Gemüse sehr wichtig.

Auch lege ich viel Wert auf die Entfaltung von Fähigkeiten jedes Einzelnen. Das ist in einer kleinen Tagesgruppe, die nicht mehr als 10 Kinder mit 2 Betreuern umfasst, viel besser möglich als in einer großen Gruppe. Wir basteln, handwerken, singen und tanzen zusammen. Ein ganz abwechslungsreiches Programm für die Kinder.

Ich sehe meine Tätigkeit als Tagesmutter als einen Platz für die Familie, wo die Kinder in liebevoller Umgebung – auch wenn die Eltern gerade nicht da sind – aufwachsen, lernen und integriert werden. Ich sehe mich nicht als Mama-Ersatz, sondern vielmehr als Ergänzung und Entlastung des Familienlebens. Auch bin ich in meiner Funktion als Tagesmutter kein besserer Babysitter, denn die Kinder sind oft und täglich mit mir zusammen und sollten gerne zu mir kommen. Die Eltern müssen wissen, dass die Kinder gut aufgehoben sind, und mit gutem Gewissen ihre Kinder in Betreuung geben. Ich begleite die Kinder in einem wichtigen Alter, da wo sie viele Dinge lernen. Deshalb helfe ich in Absprache mit den Eltern, wo ich kann. Sei es beim Laufen oder Sprechen lernen.